Im Laufe des Films fällt ihre Maske (hat die Swinton eine 7.Haus-Betonung?) immer mehr. Das letzte Bollwerk der Fassade ist die schwarze Augentusche. Es bleibt am Ende ein wasserhelles, unbemaltes Gesicht ... einfach nur ein Gesicht. Fast schon verstörend, Hell-in-Hell, so ganz anders als die Titelblatt-Vorstellung von Schönheit.
Das Ganze ist ausgesprochen opulent verpackt: Kraftvolle Musik, üppiges Szenenbild, lange und außergewöhnliche und außergewöhnlich lange Kameraeinstellungen. Besonders gefallen hat mir die Liebesszene.
Mal ein Blick auf Tildas Horoskop (5. November 1960 in London):
Ihre androgyne Erscheinung -man erinnere sich, dass sie vor 15 Jahren in Orlando beide Geschlechter spielte- wird wohl dem Zwillinge-Mond geschuldet sein. Dazu gibt es eine schön intensive Ladung aus drei Skorpion-Planeten, die von Saturn und Pluto in kreativer Art gehalten werden. Privat liebt sie es eher karg und rustikal, der starke Saturn aus dem Steinbock schlägt kräftig aus. Prädikat: Sehenswert