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Mittwoch, 2. Februar 2011

Uranische Gesänge

Es scheint mir Zeit, noch ein paar andere Töne anzuschlagen: Ihr hört hier Obertoniges aus der Schweiz von Christian Zehnder. Er zaubert seit Jahren mit seiner Stimme die erstaunlichsten Klänge. Kaum vorstellbar, dass dies menschliche Töne sind. Er hat Techniken aus Gesang, Jodeln, Obertongesang (er hat unter anderem den mongolischen Kehlkopfgesang der Huun-Huur-Tu studiert) und dem Raumklang zu einer völlig neuen akkustischen Dimension verarbeitet. Dieses Stück entstand beispielsweise in einer älplerischen Benediktierabtei. Empfehlenswert ist unbedingt auch die CD "Kraah".

Besser man hört erstmal ohne Bild einfach der Musik zu. Wenn man ihn dann bei der Arbeit sieht, versteht man zwar was man hört, aber ich finde es trotzdem sehr irritierend. Vielleicht hat ihn jemand im Film Heimatklänge erlebt, ich fand das sehr beeindruckend.



Leider hält er sich extrem bedeckt, was seine Geburtsdaten betrifft. Auch auf Anfrage kam keine Antwort. Schade, schade, aber Genuß ist seine Musik in jedem Fall.

Samstag, 27. November 2010

Reggae Riddim --- Berlin Style

Mal etwas für Auge und Ohr:



So ist das oder so ähnlich. Es sagt ja auch keiner, das Leben wäre fair oder fein. :-)
Noch ein schneller Blick in die Sterne: Peter Fox ist gesegnet mit einem großen Luft-Trigon. Sublimiert zu Humor zeigen sich Mond und Mars in Wassermann von der besten Seite. Eine Jupiter-Neptun-Konjunktion sorgt zudem für die nötige Speed-Komponente, die aber sachte durch den opponierenden Saturn beschwert, gebremst und geerdet wird.

Irgendwie ist das alles aber sehr egal ... geht einfach gut in die Beine.

Dienstag, 23. November 2010

Learning by Burning

So ... Skorpion war gestern, heute ist Schütze. Und die Glut, die entfacht wurde, kann nun üppig brennen. Aber, man gebe Acht, dass man sich nicht die Finger verbrenne!! Das Problem mit zuviel Feuer hat dereinst Stoppok (fünf Planeten in Feuer) sehr wunderbar in das folgende Epos verpackt: Learning by Burning :-)



Stoppok, * 21.2.1956 in Hamburg, nutzt dabei ganz offenbar seinen Wassermann-Merkur, um sich den eigenen Flächenbränden zu entheben ... Humor ist eben die elegante Flucht nach oben.

Dienstag, 14. September 2010

Gerne auch mal tragisch: Skorpi-Venus

Die Liebe im Zeichen des Skorpion ... das soll doch mal angeleuchtet werden. Denn grade läuft der Mars in den Skorpi, um sich erneut mit Frau Venus zu treffen. Liebesgeschichten-technisch muss jetzt doch etwas Leidenschaftliches für uns alle drin sein. Vielleicht findet sich sogar für beispielsweise übermäßig unentschlossene (weil waagebetonte) Menschen die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Oder von einer Entscheidung getroffen zu werden. Ihr hört schon, ich geb die Hoffnung nicht auf. Vielleicht steigt aber auch einfach wieder nur der Dramenpegel mächtig an.

Wie dem auch sei. Zur Einstimmung darauf hab ich mal was Klassisches herausgesucht. Verdi in kindgerechter Version:



Leider, leider, es ist eine Amour fou, eine Liebesgeschichte, die es nicht geben darf: Denn sie ist nicht nur schön und verführerisch - sie ist die La Traviata, die vom Wege abgekommene, die Kameliendame, die Edelhure. Und er stammt dummerweise aus besseren Kreisen. Das kann ja nix werden. Wie geht es weiter: Große Leidenschaft, ein Versuch der Zweisamkeit, dann interveniert Papi, Madame Camelie opfert sich und am Ende isse hin. Rührend rührend.

Und nun zum Komponisten: Guiseppe Verdi (10.10.1813, 20.00 nahe Parma) hat nämlich eine Skorpi-Venus. La Traviata wurde am 6.3.1858 in Mailand uraufgeführt -- der Blick auf die damaligen Sternenkonstellationen zum Geburtshoroskop von Verdi illustrieren diese tragische Geschichte sehr passend. Die Oper fiel im Übrigen zunächst beim Publikum durch.

Der Transit-Mars steht auf Radix-Uranus/Venus im Skorpion. Da wird die leidenschaftliche, aber verrückte (entrückte, unmögliche) Liebe aktiviert. Parallel spiegelt sich das Thema in der Venus, die über Pluto transitiert. Zudem wirkt aber auch ein Trigon von Transit-Neptun aus den Fischen auf die Radix-Venus: Da kann man sich bis zum Anschlag mit Illusionen und Vorstellungen vollpumpen -- bis die Blase dann platzt, denn Madame ist doch längst verloren, weil sterbenskrank. Saturn im Krebs macht das große Transit-Trigon dann vollständig (das entscheidende Nein kommt aus dem Familienkreis). Die Konstellation gipfelt in Uranus im 12. Haus ... nennen wir es mal die spontane Selbstauflösung.

So war das. Was für ein Glück hatte doch dieser Verdi, dass er schnell eine schöne Oper geschrieben hat, statt sich persönlich in so eine wüste Geschichte zu werfen. Vielleicht tat er das ja trotzdem, wer was weiß, darf gerne posten!

Donnerstag, 26. August 2010

Ode to Joy-piter

Der Vollständgkeit halber hier nach der Ode an Saturn noch eine Jupiter-Huldigung. Diesmal in einer Performance der unvergleichlichen Muppets.



Beethoven war natürlich Schütze (16.12.1770 13.29 Uhr in Bonn, Quelle: Sarastro). Die Sonne wird zudem von Schütze-Mond und Schüzte-Merkur flankiert. Das sollte reichen für viel Inspiration und Begeisterung, maximale Fülle und Hoffnungsgedanken. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet er Schillers "Freude schöner Götterfunken" vertont hat. Was zeigt das Radix noch an Besonderheiten: Pluto, Uranus und Neptun bilden ein großes Trigon in den Erdzeichen - eine hohe Umsetzungskraft, geballte Potenz. Sowas gibt´s natürlich heute so nicht. Damit es aber alles nicht so einfach ist und die Energie verpufft, sorgt Saturn in 5 für Spannung und nötigt den Horoskopeigner dazu, den eigenen Ausdruck zu finden. Ein saftiges T-Quadrat, das auch die Schütze-Planeten einbezieht wirkt da auch noch verstärkend.

Montag, 23. August 2010

Cajun aus Harlem: Willy DeVille

Er hätte jetzt seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert: Willy DeVille, der Südstaaten-Gentleman aus Harlem. Geboren wurde er als William Borsey am 25.8.1950 in Stamford, Conneticut. In New York hat er dann die Musik der Puertoricaner aufgesogen. Statt dem Punk der 70er Jahre zu folgen, spielte er mit seiner Band "Mink DeVille" eine seltsame, verführerische Melange aus Blues und Soul, Rock und Latin. Der Musikexpress kommentierte: „Willy ist der Prototyp eines Rock’n’Roll-Menschen. Seine Stimme ist rau, trocken, aufregend und dreckig, und in ihr schwingt die sinnliche Anmache, die uns Hörer zittern lässt“.

Aber seine Karriere blieb immer irgendwie stecken, den richtigen Platz hat er nie gefunden. Er wird als ein Getriebener beschrieben, der ewige Geheimtipp. Das Debutalbum Ende der 70er wird vom Rolling Stone als Best of the Year gelistet, dann ist er wieder vergessen. Schlechte Berater, unpassende Verträge, Drogen. Letzlich war es vor allem das europäische Publikum, das ihm die Treue hielt. Unvergessen: Das übervolle Herz, Demasiado Corazon.



Willy DeVilles Erscheinung ist sicherlich nicht typisch jungfräulich: Schulterlange Haare, Menjou-Bärtchen, Goldzahn, Hemd offen bis zum Bauchnabel -- Dandy oder eher noch die Variante (Möchtegern)-Zuhälter auf Dauer-Dope, etwas kaputt, Zigarette auf der Bühne. Die Kombi von Pluto-Venus aus dem Löwen sitzt der eher angepaßten Jungfrau-Sonne ständig im Nacken, wird dadurch umso sichtbarer. Alles bekommt eine Prise des Tabuisierten, Verbotenen, Erotisierendem - seine erste Band nannte er "Billy De Sade & The Marquis", auch schön plutonisch. Am Ende nimmt man vor allem dies an ihm wahr.

Ein großes Wassertrigon (Uranus-Mars-Jupiter) füttert ihn mit sehr viel Gefühl, Tiefe und Leidenschaften, jemand nannte ihn den Schmerzensmann. Seine Stimme trägt dies Volumen nach außen, nimmt einen mit. Jupiter in den Fischen opponiert zudem die Sonne: Das Sehnen und Suchen bleibt ewiglich. Die Hoffnung auf Erfüllung und Erlösung ist immer an der Stelle, an der man nicht ist. Und dazu ein sich selbst entfremdeter Mond in Wassermann. Keine Mischung für ein zufriedenes Vorstadt-Leben.



Irgendwo scheint er dann aber doch angekommen zu sein, hier moch ein ganz leiser Moment unplugged aus den Berliner Konzerten von 2002. Mir geht das richtig unter die Haut, schade, das live verpasst zu haben. Willy DeVille ist vor einem Jahr am 6.8.2009 an Krebs gestorben.

Nachtrag: Es gab früher noch andere Angaben zum Geburtstermin (z.B. 27.8.1953), aber die hier besprochene Variante scheint gesichert. Und hier noch etwas mehr von seiner Musik.

Samstag, 17. Juli 2010

Zwei ganz Schnuppige!

Mal ganz ohne Astro: Derzeit bezaubern zwei charmante, Klavier spielende Jünglinge das Publikum in der Willmersdorfer Bar Jeder Vernunft. Die beiden nennen sich Ass Dur, sind Studenten der Musik und machen seit einer Weile Komödiantisches. In einem sehr spiegelreichen historischen Varietézelt wird man zwei Stunden lang am Lachen gehalten - sehr empfehlenswert. Oder anders: Ich fands lustig. Eine Kostprobe (Und natürlich liebe ich den Bagger ganz besonders)




(So, ich kann jetzt also auch Youtube-Videos einbetten. *stolz*)

Dienstag, 25. Mai 2010

noch ein merkwürdiger Kollege: Les Humphries

Bin beim Rumzappen neulich über ein Reportage von Les Humphries gestolpert. Ein britischer Ex-Berufssoldat, der Anfang der 70er Jahre mit bunter Chormusik richtig viel Geld verdiente.

Stutzig wurde ich, als über das Verhältnis zu seiner Mutter berichtet wurde: Er soll immer Angst gehabt haben, sie oder ihre Liebe zu verlieren. Es hat den halben Straßenzug in seiner Heimatstadt aufgekauft und nach ihrem Tod wurde in dem Geburtshaus nichts mehr berührt. Klang mir alles irgendwie bekannt. Und siehe da: Ein Skorpi-Mond. --> Doppelklick vergrößet die Graphik.

Das ist doch aber mal ein spektakuläres T-Quadrat von Mond (beachte aber den Mittagsstand) Saturn-Jupiter und Mars: Der war echt ein Macher und Chef. Die Chorkollegen hatten alle durch die Bank Respekt bis Angst vor ihm. Wirklich geliebt wurde er allerdings wohl nicht, "he had no Emotions" kommentiere eine andere.

Irgendwann war dann die Show ausgebrannt und die Gruppe löste sich auf. Jürgen Drews, John Lawton oder Liz Mitchell haben in anderen Musik-Projekten weitergemacht. Mancher hat sowieso nur so getan, als würde er singen. War jetzt auch kein echter Verlust.

Warum taucht der grade wieder auf: Er hat justamente einen Venus-Pluto-Transit über seiner Radix-Venus -- nebenbei bemerkt steht meine Göttin der Schönheit punktgenau an derselben Stelle auf 6 Grad Krebs :-)

Sonntag, 23. Mai 2010

Merkwürdiges Phänomen: Lena


Jetzt sind sie also langsam erwachsen, die Lenas und Lisas, Marcels und Jonasse, zwanzig Jahre früher hieß man noch Stefan und Sabine ... nun ja ... Lena also.

Die Beschreibungen des Lena-Phänomens (auch bezeichnet als Lenamania, Lenaismus etc.) füllen pünktlich zu ihrem Geburtstag ganze Zeitungsseiten.

Man versucht ihren Erfolg zu ergründen, ergründen wir mal mit.
- frisch ... sehr viel Luft im Horoskop (Sonne in Zwilling, Mond vermutlich in Waage, Saturn in Wassermann), quatscht einfach drauf los,
- harmlos -- die Mars-Venus-Konjunktion erlaubt ihr im erotisch-zwischenmenschlichen bei sich zu bleiben
- nett
- natürlich
- spricht die unterschiedlichsten Alters- und Sozialgruppen an (vielseitige Zwillinge-Sonne)

Dass sie gar nicht singen kann (es aber gerne möchte) und ihr Englisch sehr merkwürdig anmutet, gibt ihr einen laienhaften Ausdruck. Nach all den polierten Bastel-Popstars ist das offenbar ein schöner Gegenentwurf. Vielleicht ruft sie aber auch einfach so etwas wie Schutzinstinke wach. Sie kommt ja ganz zart rüber (nein, ich entsage der Versuchung, den Aszendenten zu raten, aber bestimmt spielt da der Glitzer-Neptun mit).

Nächste Woche werden wir erleben, wie das mit Glitzer-Lena weitergeht. Anbei ein Blick auf das Horoskop.